Bewegungsschatz

Jeder Mensch besitzt ein unterschiedlich großes Netzwerk an Bewegungsprogrammen, die durch gemachte Bewegungserfahrungen, die im Alltag unbewusst und im Training mit bestimmten Absichten im Gehirn konstruiert werden. Je größer diese Datenbank, desto besser kann man auf bekannte, aber auch neue Situationen reagieren. Dieses Konzept gilt nicht nur für den Sportbereich. Alles, was man häufiger macht, beherrscht man besser! Die meisten Bewegungen, auch im Alltag laufen über ganze Muskelketten ab, es sind also ganz viele verschiedene Muskeln daran beteiligt und je näher wir den alltäglichen, oder sportspezifischen Bewegungsabläufen in unserem Training kommen, desto besser. Alleine beim Aufstehen und hinsetzen müssen wir uns vorbeugen, Rücken, Bauch und Oberschenkel Muskulatur anspannen. Dieser Bewegungsablauf kommt dem Kreuzheben sehr nahe und kann hier als Funktionelle Übung empfohlen werden. Mit komplexen Trainingsübungen, wie z.B. beim Gewichtheben bereiten wir unseren Körper und unser Gehirn für schwierig zu meisternde Situationen vor, ob es nun Sprung,-Lauf- und Wurfsituationen im Wettkampf sind, oder es auch nur darum geht Stürze im Alltag gekonnt zu meistern. Die Beherrschung vieler verschiedener Sportlicher Bewegungsabläufe, hat zugleich positiven Einfluss auf die Körperwahrnehmung und das allgemeine Bewegungsgefühl und fördert das schnelle lernen von neuen Bewegungsabläufen. Besonders im Leistungssport ist es oft sehr wichtig, genau zu wissen, und zu fühlen, was einzelne Muskelpartien bei Bewegungsabläufen machen. Auch in vielen Tanzformen (z.T. Breakdance, Modern, HipHop) wird oft ein hoher grad der Körperwahrnehmung und Kontrolle über einzelne Körperteile verlangt, wenn diese z.B. separat fungieren sollen. Diese Art der Körperbeherrschung muss gezielt, z.B. durch Bewegungsaufgaben, bei denen man sich auf bestimmte Elemente in der Bewegungsausführung konzentriert, geschult werden.