Functional Training (FT)

Der stark popularisierte Begriff des funktionellen Trainings (functional training) ist mittlerweile ein weit verbreiteter Trend, aber eigentlich nichts Neues. Das FT hat seinen Ursprung in der Physiotherapie. Bereits in den 80er-Jahren konnten Physiotherapeut/-innen Weiterbildungskurse im Bereich aktive und ganzheitlich funktionelle Bewegungstherapie besuchen und auch im Spitzensport findet das FT schon seit jeher Anwendung.

Eine Definition von GAMBETTA UND GRAY (2002) bezeichnet  FT wie folgt: „Bewegungen, die nur einen einzigen Muskel isoliert beanspruchen, sind als unfunktionell zu bezeichnen. Funktionelle Bewegungsformen integrieren immer mehrere Muskeln und Muskelgruppen gleichzeitig.“ (Functional Training. S. 11).

Funktionelles Training nach DÖHNERT,A. (2014), „zielt durch systematische, planmäßige und regelmäßige Wiederholung auf einen Veränderungsprozess an Psyche oder Körper ab, um eine bestimmte sportliche oder alltagsbedingte Leistung erbringen zu können, die von einzelnen oder mehreren Einflussfaktoren abhängig ist oder in enger Verbindung zu diesen steht. Es wird mithilfe verschiedener Methoden gesteuert und setzt auf den Einsatz mehrerer Muskeln und Muskelgruppen, so dass es sportartübergreifend, niveauübergreifend und geschlechtsspezifisch zum Einsatz kommen kann“.

Das Training einzelner (isolierter) Muskelgruppen findet häufig an Kraftmaschinen statt und ist in vieler Hinsicht nicht besonders effektiv. Außerdem hat das Training isolierter Muskelgruppen wenig bis keine koordinativen Ansprüche und die Bewegungsmuster sind oft sehr abwegig und alltagsfremd. Oder wie oft kommt es in deinem Leben vor, dass du eine ähnliche Bewegung, wie beim Beinbeuger an der Maschine machst? Es werden quasi dumme Muskeln herangezüchtet,-oft auch muskuläre Dysbalancen und, durch unzureichende Bewegungsradien,- Muskelverkürzungen entwickelt.