Trainingsreize

Neben einem einem guten (nach Biomechnischen Prinzipien & Sportwissenschaftlichen Ereknntnissen und auf Basis einer guten Vermittlungskompetenz) Techniktraining und einer individuell, an die Bedürfnisse einer optimalen Leistungsentwicklung des Athleten angepassten Trainingsplanung, – ist die konstante Durchführung Leistungssteigernder Reize im Training, ausschlaggebend für Sportlichen Erfolg.

Abwechslung, das setzen neuer Reize, um koordinative und physiologische Entwicklung zu fördern und den Bewegungsschatz zu erweitern sollte ein wichtiger Bestandteil des Trainings, in jeder Sportart sein. Das Bedeutet aber nicht, das jedes Training anders aufgebaut sein muss, denn sehr häufig, in vielen Disziplinen, ist eine Reizanpassung auch erwünscht und man soll auch die Möglichkeit bekommen sich an eine Belastung ausreichend zu gewöhnen. Bis ein Trainingsreiz seinen Trainingseffekt verliert bedarf es je nach Übung auch eine bestimmte Zeit. Koordinative Übungen, z.B. der Laufschule, verlieren ihren Anspruch, sobald man diese gut beherrscht und haben dann kaum noch einen Trainingseffekt. Intensive Laufintervalle, oder ein Maximalkrafttraining hingegen bedürfen einer step for step – stufenweisen Herantastung.

In einigen Disziplinen ist es unbedingt erforderlich bestimmte Reize, auch in der Offseason, (Aufbauphase) unbedingt aufrecht zu erhalten. Bei den meisten Laufdisziplinen z.B. wäre es fatal das Laufen für einen längeren Zeitraum auszusetzen, weil die Leistung dadurch extrem abfallen würde. Man entwickelt praktisch eine Ökonomisierung der gewünschten Bewegung durch einen beständigen Reiz, z. B. die Verbesserung der lokalen Ausdauer, innerhalb der beanspruchten Muskeln. Aber auch beim Laufsport ist es sinnvoll zielorientiert immer wieder neue Reize zu setzen, um besser zu werden. Diese sollten nur nicht in einem zu großem Maß von der eigentlichen Disziplin und Bewegungsausführung abweichen – Mit anderen Worten, das Laufen darf nicht zu kurz kommen. Besonders bieten sich Mischformen des Trainings die immer gewisse Laufspezifische Inhalte besitzen. Bsp. Allg. Zirkeltraining + Läufe.

Leider ist es gang und gebe, dass Ahlten in vielen Sportvereinen diese Reize ab einem gewissen Punkt nicht mehr bekommen. Besonders häufig kommt dieses Phänomen in größeren Gruppen vor, bei denen Leistungs- und Breitensportler versuchen zusammen zu trainieren. Aufgrund von individuellen Bedürfnissen der Athleten, halte ich Leistungssportgruppen, mit mehr als 6 Teilnehmern pro Trainer, nicht für tragbar. Vor allem wenn Sportler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen kommen, ist ein Trainer verständlicherweise schnell überfordert mit der zwei- und Dreiteilung bei der Zuwendung im Training und dem damit verbundenen größerem Arbeitsaufwand in der Trainingsplanung.

Reizausreizung ???

So etwas, wie eine völlige Reizausreizung gibt es nicht. Als erläuterung ein leicht verständliches Bespiel mit dem Trainingsziel: „Aufbau der Oberschenkel Muskulatur“, mit der Wiederholungsmethode, und als Übung die altbekannte Kniebeuge. Wenn ihr die Übung zum ersten mal, (vllt. zu) intensiv ausführt, könnt ihr mit starkem Muskelkater rechnen. Jetzt macht ihr die Übung regelmäßig, über einen längeren Zeitraum, bis zur technischen Perfektion, und bekommt kaum noch Muskelkater. Anschließend setzt ihr das Beintraining über einen längeren Zeitraum (ca.16-32 Wochen) aus. Dann fangt ihr wieder an, und erlebt erneut den Muskelkater eures Lebens. –> NICHT SO TRAINIEREN!.

Auch wenn neue Übungen/Methoden durch Anpassungsprozesse der inter- und Intramuskulären Koordination schnelle Fortschritte ermöglichen, und die Bewegungsprogramme für den späteren Zugriff gespeichert werden, so müssen diese oft, je nach technisch-koordinativen Schwierigkeitsgrad, lange, und intensiv geschult werden, um größere positive Effekte auf die letztendliche Zielbewegung, in der Wettkampfdisziplin, übertragbar zu machen. Einige Trainer warnen fälschlicherweise z.T. auch in geläufiger Sportliteratur über eine mögliche frühe Ausreizung von z.T. besonders effektiven Übungen. Auch wenn Kinder- und Jugendliche, z.B. durch ihre noch im Wachstum befindlichen Knochenstrukturen, empfindlicher auf Druck- und Zug Belastungen reagieren, heißt es nicht, dass Sie diesen garnicht ausgesetzt werden dürfen. Eine überdurchschnittliche Schonhaltung führt im Gegenteil zu einer Schwäche, dem Abbau von Strukturen und noch viel größeren Problemen.

Dabei gilt: Altersunabhängig Voraussetzungen schaffen. Schrittweise an das Ziel heranführen!